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Kolorektalkarzinom - Fächerübergreifende Standard-Operating-Procedure (SOP)

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Kolorektalkarzinom - Fächerübergreifende Standard-Operating-Procedure (SOP): Diagnose

Kolorektalkarzinom

Fächerübergreifende Standard-Operating-Procedure (SOP) Kolorektalkarzinom
Stellenwert der monoklonalen Antikörper in der Behandlung des fortgeschrittenen Kolorektalkarzinoms
Einleitung

In der Behandlung des Kolorektalkarzinoms konnten in den letzten Jahren wichtige Fortschritte erzielt werden. Waren es zunächst neue zytotoxische Substanzen wie z.B. Oxaliplatin, Irinotecan und Capecitabine, die zu einer Verbesserung der Therapieergebnisse führten, sind es nun die monoklonalen Antikörper, die für eine weitere Optimierung der therapeutischen Möglichkeiten sorgen. Es ist erwiesen, dass alleine durch die neueren Chemotherapien die Überlebensdauer beim metastasierten Kolorektalkarzinom deutlich verbessert werden konnte. Entscheidend für die Überlebensdauer scheint vor allem die Anzahl der Therapielinien zu sein - und weniger die Reihenfolge der Therapieschemata. Durch die Einführung der monoklonalen Antikörper konnte nun für Patienten mit metastasiertem Kolorektalkarzinom ein weiterer Meilenstein gesetzt werden.

 

So wurde nachgewiesen, dass die Kombination von Bevacizumab + Chemotherapie im Vergleich zur alleinigen Chemotherapie eine signifikante Überlebensverlängerung ermöglicht. Und zwar sowohl in der Erstlinientherapie, wie auch in der Zweitlinientherapie. Interessant ist vor allem die retrospektiv gewonnene Beobachtung, dass Bevacizumab auch bei jenen Patienten zu einer Überlebensverlängerung führte, die eine “optimale” Chemotherapie erhalten hatten, also im Anschluss an IFL + Bevacizumab noch mit einer Oxaliplatin-hältigen Therapie behandelt wurden.

 

Eine wichtige Ergänzung des therapeutischen Spektrums steht uns auch mit Cetuximab zur Verfügung. Der gegenwärtige Stellenwert von Cetuximab liegt vor allem im Einsatz bei Patienten nach Irinotecan-Versagen. Aber erste Studien weisen darauf hin, dass Cetuximab - kombiniert mit einer Chemotherapie - auch in der Erstlinientherapie eine hoch wirksame Therapie ist. Viel versprechend erscheinen auch die ersten Daten zur Kombinationstherapie mit Cetuximab und Bevacizumab.

 

In der adjuvanten Therapie des Kolorektalkarzinoms konnte vor allem durch die Integration der neueren zytotoxischen Substanzen ein wichtiger Fortschritt erzielt werden. Es bleibt zu hoff en, dass mit den monoklonalen Antikörpern auch hier eine weitere Verbesserung der Therapieergebnisse möglich sein wird. Der rasche Fortschritt in der Onkologie impliziert die Notwendigkeit, neueste Daten und Therapieschemata in der klinischen Praxis entsprechend den Grundsätzen der “evidence based medicine” umzusetzen. Um diesem Prinzip auch in unseren klinikeigenen SOPs gerecht zu werden, haben wir nun ein Update erarbeitet, das schwerpunktmäßig auf die neuesten Studienergebnisse mit den monoklonalen Antikörpern eingeht. Damit wollen wir hausintern, aber auch für Interessierte außerhalb unserer Klinik, einen Leitfaden anbieten, der unter Berücksichtigung der aktuellsten Daten entstanden ist.

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